Narben nach Entzündungen, Verletzungen und OP´s

Typische Hautverletzungen mit Narbenbildung sind Wunden oder tiefe Hautentzündung wie Akne, Operationen, Tätowierungen, Verbrennungen u.v.m. Eine Narbe entsteht bei Verletzungen der Haut nur, wenn die Lederhaut verletzt wurde. Nachdem das Narbengewebe zu Beginn noch von vielen Blutgefäßen durchzogen wird, weist es eine rote Farbe auf.

Mit dem weiteren Umbau bilden sich die Blutgefäße zurück, während der Anteil der kollagenen Fasern zunimmt. Damit steigt einerseits die Reißfestigkeit der Narbe, andererseits wird sie jetzt heller als das umliegende Gewebe, da im Narbengewebe die Melanozyten (Pigmentzellen), unter Umständen dauerhaft, fehlen. Trotz der vielen kollagenen Fasern stellt eine Narbe ein minderwertiges Gewebe dar.

Narben können nicht vollständig entfernt werden, eine Glättung und Anpassung an die sie umgebende Haut ist jedoch durchaus möglich.

Man unterscheidet folgende Narbentypen:

Depressive (Atrophe) Narben - diese sind durch einen Verlust von Strukturen unter der Epidermis gekennzeichnet. Die Bildung neuer Bindegewebsfasern reicht nicht aus, um einen Volumenausgleich zu erreichen. Daraus entsteht eine „eingesunkene“ Narbe, die unter dem Hautniveau liegt.

Hypertrophe Narben - beinhalten eine überschüssige Menge von Kollagenfasern, welche sich innerhalb der Narbengrenzen bildet, d.h. diese Narben haben geometrisch gesehen nur eine anormale Tiefe. Solche hypertrophen Narbenentwicklungen fangen 4-6 Wochen nach der Verletzung an, laufen über 3-7 Monate und nach 1 Jahr kommt es normalerweise zu einer Rückbildung des Volumens und der Farbe. Diese Narben sind oft an Körperstellen wie Brust und Bauch, Hals, Armen und Beinen zu finden.

Keloiden - sind hypertrophe Narben, die sich progressiv (stufenweise) über die Narbenränder hinaus entwickeln

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